koelnexkursion20140701 08Am 1.7.2014 sind wir mit dem EF-Lateinkurs von Frau Serafim nach Köln gefahren. Begleitet wurden wir zudem von Frau Hummerich-Zimmermeier.
Der Ausflug sollte um 9:15 beginnen, jedoch traf der eine früher, der andere später ein. Nachdem der letzte Proviant besorgt worden war, stiegen wir in den Zug.
Nach der Ankunft in Köln hatten wir zuerst Freizeit, gegen den Vorsatz: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen." Diese wurde mit Essen, Shoppen und Ausruhen nach der langen Fahrt verbracht. Frau Serafim gab auch noch Tipps zum Zeitvertreib, man könnte ja 'was „Kulturelles" unternehmen.
Kurz vor zwei trafen wir uns alle vor dem Römisch-Germanischen Museum, welches selbst von den Orientierungslosesten gefunden wurde, da es, neben dem Kölner Dom gelegen, nicht verfehlt werden konnte.
Im Museum sahen wir uns einige Exponate an. Interessant waren die zugehörige Führung und die selbst vorbereiteten Kurzreferate.


Nach Beenden der Führung sahen wir uns auch noch Reste der römischen Mauer außerhalb des Museums an.koelnexkursion20140701 02
Die Rückfahrt im überfüllten Zug, von der wir erst befürchtet hatten, sie könnte langweilig werden, entpuppte sich dann doch als unterhaltsam.
Im Großen und Ganzen war es ein sehr schöner Tag, da auch das Wetter mitspielte. Der Ausflug war informativ, wurde jedoch nicht als strenger schulischer Ausflug empfunden.
Vielen Dank an Frau Serafim und Frau Hummerich-Zimmermeier für den schönen Tag.

(Patricia und Paula)

 

Entstehung der Stadt Köln

Im Jahre 50 n. Chr. wurde Köln als Colonia anerkannt, weshalb hier fortan viele Kriegsveteranen der Legionen angesiedelt wurden.
Die Stadt Köln, ursprünglich Colonia Claudia Ara Agrippinensium oder kurz CCAA, wuchs seit der Eroberung durch Claudius stetig, vor allem durch Einfluß Agrippinas der Jüngeren, von welcher sich der letzte Bestandteil des Namens herleitet, da die Bürger als Schützlinge Agrippinas Agrippinenses genannt wurden. Agrippina war die Mutter von Nero und wurde von ihm umgelegt.
Die restlichen Namensbestandteile leiten sich von dem Rang der Stadt als Kolonie ab (Colonia), von ihrem Eroberer (Kaiser Claudius) und dem Altar, der sich in der Stadt befand (Ara).

(Tjark, Philipp)

Infrastruktur und Alltagsleben

Das alte Köln wurde von den Römern als eine Art „Mini-Rom" gebaut. Es war durchgeplant und hatte viele Gemeinsamkeiten mit dem alten Zentrum der Welt. So hatte Köln z. B. ein Forum und ein Theater. Neu war für die Germanen damals, dass es befestigte steinerne Häuser gab und sogar Trinkwasserleitungen, die Wasser aus der Eifel lieferten, außerdem gab es Kanalisation.
Im alten Köln hab es zwei Hauptverkehrsstraßen, die sich in einem 90°-Winkel trafen.
Köln war eine starke Handelsstadt, die Römer importierten viele luxuriöse Güter, wie z. B. Tiere für die Arena in Rom. Wichtige Gebäude waren auch der sehr große Marstempel und das Capitol, unter dem ein Mehrfach-Tempel (für Juno, Minerva und Jupiter) lag.
Da, wo heute der imposante Dom steht, stand damals eine frühchristliche Kirche.
So anders waren die Städte damals also gar nicht.

(Malte, Jessica)

Die römische Stadtmauer

Die römische Stadtmauer umschließt in 4 km Länge das Gebiet der Colonia, das der heutigen Kölner Innenstadt entspricht. Die Mauer war 2,40 m breit und 7,80 m hoch und hatte 19 runde Türme und 9 Tore, wobei das große Nordtor das wichtigste war. Viele Teile der Mauer sind erhalten, die aber erst nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg entdeckt wurden. Wollte man einen Spaziergang entlang der römischen Stadtmauer machen, müßte man sich drei Stunden Zeit nehmen.

(Milena und Irina)

Das Nordtor

koelnexkursion20140701 05Kommt mit uns Rhein durch das Nordtor von Köln.
Der Durchgang war 9 m hoch und der Bogen besteht aus 13 Kalksteinquadern. Am höchsten Punkt des Bogens war die Entstehungsgeschichte in Form von vier Buchstaben eingemeißelt (CCAA). Diese vier Buchstaben stehen für Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Nach der Geburt von Agrippina der Jüngeren und ihrer Heirat mit Claudius hat dieser die Geburtsstadt seiner Frau zur Colonia erhoben, der höchste Titel für eine Stadt. Außerdem stand in der Colonia ein Tempel zur Kaiserverehrung mit einem Altar (lat. ara).
Zum Glück war der Ausflug nach Köln kein Rheinfall.

(Maximilian, Tobias)

 

 Im Römisch-Germanischen Museum

Das Dionysosmosaik

koelnexkursion20140701 03Das Dionysosmosaik ist das wichtigste Exponat des Römisch-Germanischen-Museums, was darin begründet ist, dass das Museum um das Mosaik gebaut wurde und das Mosaik damit der Grund dafür ist, dass das Museum an dem entsprechenden Ort steht.koelnexkursion20140701 20
Das Mosaik war der Boden eines Festsaals einer römischen Villa und wurde im Zweiten Weltkrieg beim Bunkerbau entdeckt. Es ist 70 m2 groß, besteht aus 1,9 Millionen Steinen aus Keramik, Naturstein und Glas und enthält 27 Fresken, die Früchte, Tiere, Jahreszeiten und Festszenen des Dionysos abbilden, von diesen sind 8 beschädigt.

(Moritz, Frederick)

Römische Gläser

koelnexkursion20140701 18Im Museum haben wir uns römische Gläser angeguckt. Die Gläser haben uns durch ihr künstlerisch gestaltetes Erscheinungsbild beeindruckt. koelnexkursion20140701 10Besonders faszinierend fanden wir den Delfinbecher, dieser brillierte durch ein besonders künstlerische Fertigung, da er mit dreidimensionalen Delfinen geschmückt ist. Das andere Glas war bunt und hatte keine Köpfe. Das Besondere an ihm war, dass es aus einem Stück hergestellt wurde, auch die Verzierungen. Außerdem wurde es aufwändig durch Schleifungen verziert.

(Helmut, Annette)

Wandmalereien im Speisesaal

koelnexkursion20140701 11Die Wandmalerei zeigt einen Schirmkandelaber. Die Basis des Konstrukts bildet eine große Vase, auch Kantharos genannt, auf welcher sich zwei Sirenen befinden. Sirenen sind Wesen, die halb Vogel und halb Mädchen sind. koelnexkursion20140701 13Auf dem Schirm darüber liegen zwei Panther. Auf dem obersten Schirm thront Dionysos mit dem sogenannten Thyrsosstab in der Hand. Ihm liegt ein Panther zu Füßen.

(Jan)

Das Philosophenmosaik

Nachdem wir mehr über die Glasherstellung im alten Rom erfahren hatten, ging es in den „Speisesaal". Neben Wandmalereien und einem „antiken" Bett liegt dort das Philosophenmosaik. Angefertigt wurde es im 3. Jh. aus Naturstein, Glas und Keramik, doch erst 1844 kam es wieder ans Licht, bis es 1977 schließlich im Römisch-Germanischen Museum landete.
Auf dem Mosaik sind 7 berühmte Philosophen zu sehen: Kleobulos, Cheilon, Diogenes (der eine lange Zeit in einer Tonne verbrachte), Sokrates mit seinem weisen Spruch „Ich weiß, dass ich nichts weiß" und Sophokles. Platon, Schüler des Sokrates, und Aristoteles, wiederum Platons Schüler und Lehrer von Alexander dem Großen, wurden frei hinzugefügt, da zwei Abbildungen bei der Auffindung des Mosaiks fehlten.

(Jasmin)


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