Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Archiv in der EF machten wir eine Exkursion zum Landesarchiv Münster, um uns anhand verschiedener Quellen in das Thema "Ruhrpolen" praktisch einzuarbeiten.

Nach einer kurzen Einführung in das Seminar stellte uns Herr Beck fünf Stapel mit Originalquellen, darunter Gesetzestexte, Polizeiberichte, Statistiken und eine polnische Zeitschrift, zur Verfügung. 

Uns wurde klar, dass eine Quelle an sich noch wenig Einblick in die Lebenswirklichkeit von >Ruhrpolen< gibt. Es kommt noch auf die Fragen an, die wir dazu stellen. Wurde ein Antrag auf Namensänderung gestellt, weil der Germanisierungsdruck im Ruhrgebiet so stark war oder weil tatsächlich eine Integration in die deutsche Gesellschaft stattgefunden hat? Hier ist quellenkritisches Arbeiten gefragt.

Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Archivalien aus der damaligen Zeit gaben einen intensiven und ganz anderen Einblick in das Thema, als es Schulbücher tun. Wir entdeckten viele Zeugnisse, aus denen uns die Geschichte der sog. Ruhrpolen als vielschichtiger Prozess sichtbar wurde.

Die selbstständige Recherche war eine aufschlussreiche Abwechslung, die es auch zukünftig erleichtern wird, quellenkritisch zu arbeiten, Zusammenhänge zu erschließen und sich in ein Thema einzuarbeiten.

Abschließend lässt sich somit sagen, dass sich dieser äußerst lehrreiche Ausflug gelohnt hat und eine tolle Abwechslung zum alltäglichen Unterrichtsgeschehen bot.

Von Finnja Niehues und Paula-Sophie Schumacher