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Insgesamt 17 Ratsschüler*innen der Stufe 8 starteten (5.6.-12.6.18) in eine spannende Austauschwoche nach Krakau und Lublin. Begleitet von Frau Helmrich und Herrn Oeljeklaus ging die Reise mit dem Flugzeug von Dortmund zunächst nach Krakau. Dort wurden sie von der polnischen Gruppe in Empfang genommen. Die Teilnehmer hatten zuvor zwar schon per Mail Kontakt aufgenommen, doch die Aufregung beim ersten Aufeinandertreffen war auf beiden Seiten entsprechend groß.

Fotogalerie und Reisebericht von Clara Rauschen und Emily Wentrup:

Dienstag, 5.6.:

Nach der 4. Stunde endlich geschafft. Schulfrei für eine Woche. Noch kurz nach Hause um die letzten Sachen zu packen und dann ging es auch schon gleich los nach Dortmund… Für die meisten jedenfalls. Ein paar von uns haben noch einen kurzen Abstecher nach Düsseldorf gemacht. Zum Glück haben es alle aber rechtzeitig in den Flieger geschafft.

Als wir angekommen sind am Krakauer Flughafen, konnte es auch niemand mehr aushalten. Wir wollten unbedingt unsere „exchange patner“ kennenlernen, die hinter der Tür auf uns warteten.

Im Bus auf dem Weg zum Hotel fand dann auch das erste Kennenlernen statt. Vor dem ersehnten Abendessen war in den Fluren des Hotels ein einziges Gewusel und Hin- und Hergelaufe. Wir mussten schließlich das Wifi-Passwort herausfinden.

Als wir nach dem Abendessen die Aufgabe hatten, den polnischen Schülern irgendetwas Deutsches beizubringen und andersherum, hat sich praktisch jeder dazu entschieden einen Zungenbrecher auszusuchen. Erstaunlicherweise haben dies eigentlich alle auch hingekriegt. Insgesamt hatten wir sehr viel Spaß an diesem erstem Abend.

 

Mittwoch, 6.6.:

Mist! Doch nicht komplett schulfrei. Zumindestens was das Aufstehen betrifft. Aber egal, denn wir mussten schließlich pünktlich an der Salzgrube von Wielczka sein.

Als wir ankamen hieß es für uns erstmal Treppen runter, runter und noch mehr runter. Besser als hinauf. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben viele verschiedene Kammern und Kapellen besichtigt und es war nahezu alles aus Salz… Naja, ein „paar“ Baumstämme wurden dann doch für die Stabilität gebraucht. Zum Abschluss haben wir dann auch noch jeder einen kleinen Salzstein frisch aus der Wand bekommen.

Danach haben wir dann eine etwas Anstrengende, aber zum Teil doch interessante Stadtbesichtigung gemacht.

Und dann kam die 6-stündige Busfahrt nach Lublin! Diejenigen, die nach der Stadtführung doch etwas erschöpft waren, wurden spätestens nach 2 Stunden wieder hellwach. Es war ein einziger „Partybus“. Die besten Songs zum Mitsingen und Mitfühlen und zum Ende hin, als es Abend wurde, wurden die Handytaschenlampen angemacht und natürlich passend zur Musik hin und hergeschwungen.

Als wir ankamen, haben wir auch schon die Austauscheltern kennengelernt. Sie waren von Anfang an total nett und offen zu uns, jedoch hatten die ein oder anderen Eltern nicht die besten Englischkenntnisse. Das hat aber eigentlich kein Problem dargestellt. Das hat es alles nur noch spannender und witziger gemacht.

Es war aber irgendwie anders als Zuhause, denn man wurde ständig aufgefordert doch noch etwas mehr zu essen. Eigentlich war man ja satt, aber es war alles so lecker und sie meinten es ja alle nur gut.

Donnerstag, 7.6.:

9:00 Uhr treffen in der Schule und Begrüßung durch die Schulleiterin. Danach haben wir dann eine Schulbesichtigung durchgeführt. Neben einem kleinen Fitnessstudio, einem Schwimmbad und Turnhallen mit Klimaanlagen…Klimaanlagen, gab es auch noch zahlreiche Pokale, Trophäen und Auszeichnungen in der Schule. Da wurde man schon etwas Neidisch.

Danach sind wir dann per Bus in die Altstadt gefahren und wurden vom stellvertretenden Bürgermeister in Empfang genommen. Wir durften dann auch gleich auf den Balkon des Rathauses gehen und das Panorama der Altstadt und die unter uns gelegene Baustelle angucken.

Als wir anschließend in ein Restaurant gegangen sind um Mittag zu essen, wurden schon erste Vorkehrungen zum Abendprogramm getroffen, denn viele von den Austauschschülern wollten mit uns nach dem eigentlichen Programm noch in den Aqua Park von Lublin gehen.

Danach hatten wir alle für ca. 1 Stunde Freizeit. Es sind natürlich alle zur berühmtesten Eisdiele von Lublin gegangen. Generell war es berechtigt, dass man so viel Eis gegessen hat, da bei unserem Aufenthalt Hochsommertemperaturen herrschten. Jedenfalls war eine Kugel bei diesem Laden so groß wie in Deutschland drei Kugeln.

Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück zur Schule gefahren und haben „Der Junge im gestreiften Pyjama“ zur Vorbereitung auf den nächsten Tag geguckt. Danach sind wir dann nach Hause gefahren, haben natürlich erstmal etwas Gegessen und sin dann abends mit den meisten Austauschschülern in den Aqua park schwimmen gegangen.

 

Freitag, 8.6.:

An diesem Tag sind wir in das Konzentrationslager Majdanek gegangen. Der englischsprachige Guide führte uns durch das zum Teil noch erhaltene Arbeitslager und erzählte uns wie der Aufenthalt in einem Arbeitslager war. Es war erschreckend, unter welchen Bedingungen die Menschen dort gefangen gehalten wurden. Zum Beispiel wurde erzählt, dass in einer Baracke unsere ganze Schule, also um 900 Menschen hätte reinpassen können.

Nach der Besichtigung in der sengenden Hitze, sind wir wieder in die Altstadt gefahren um PIZZA zu essen. Danach waren wir dann noch auf dem Trinitarierturm und haben uns das Stadtpanorama angeguckt.

Zum Abend sind wir dann noch Bowlen gewesen. Dabei hat Greta, die davor eher wenig mit Bowling zu tun hatte, gleich mal einen doppelten Strike gemacht.

Alle fanden, dass es ein sehr schöner Abschluss für den Tag war.