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„Kann ich einen richtigen Vogel für die Opferszene benutzen?“, fragt die Schülerin Heather (berauscht von ihrer Rolle als rächende Hexe: Sile Wong) der Herbert Hoover High School ihren Theaterpädagogen. „Nein!“, antwortet dieser. „Es ist nur Theater! Nicht mehr!“ Mit viel Schauspiellust haben 13 Schülerinnen und Schüler nach einem halben Jahr Probearbeit unter der Regie von Matthias Knäpper das Stück Ashland Falls des Amerikaners Steven Stack in der Originalsprache auf die Bühne des Zimmertheaters im Ratsgymnasium gebracht, um die Zuschauer in die Herbert Hoover High School nach Amerika zu führen...

Dort bekommt ein Theaterkurs ein Skript über ein Arbeitermädchen namens Ashley Donovan (unschuldig und verletzbar dargestellt von Kimberly Huynh) zugeschickt, die kurz vor ihrer Hochzeit mit dem gutsituierten Dalton unter mysteriösen Umständen im England der 1860er Jahre ums Leben gekommen ist. Ihr Dramalehrer Mr. Beasley (vom Regisseur in einer Paraderolle unauffällig in Szene gesetzt ): ) wird kurz darauf vermisst und durch den neuen Theaterpädagogen, Lowell, ersetzt, der, diabolisch von Christoph Beidenhauser dargestellt, mysteriös und undurchschaubar wirkt, da er das Stück seltsamerweise zu gut kennt. So werden die Schülerinnen und Schüler langsam aus ihrem Schulalltag aus Freundschaften, Intrigen, Starallüren und Liebeskummer in die Welt der Magie und Geister gezogen. Und was zuerst noch wie ein Eifersuchtsdrama unter Teenagern aussieht (herrlich zickig gespielt von Hannah Ossenbrügger als Nebenbuhlerin, die der unscheinbaren Carrie ihren Freund (voller Leidenschaft gespielt: Tharschena Satkurunathan) ausspannt, wird am Ende zur tödlichen Realität, die vor der Schauspieltruppe nicht halt macht.

Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Englisch überzeugen im ersten Akt durch perfekt getimte Situationskomik in überzeugendem Englisch, bei der es der sympathischen Maleen Kroeger als Morgan perfekt gelingt verschiedene Dialekte des Englischen zu parodieren. Dabei zeigen alle hohe Schauspielkunst (herausragend Vanessa Teitz als geistesverstörte Mutter) und begeistern mit Leidenschaft und Freude am Spiel im Spiel. Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Ratsgymnasium dankten ihnen mit frenetischem, lang anhaltendem Applaus.