Ein Streichtrio des Ensembles „Compania“ für Neue Musik des Sinfonieorchesters Münster (Violine: M. Ionescu, Viola: S. Ciliberto, Cello: G. Zukauskas) bot den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 sowie den Musik- und Geschichtskursen der Oberstufe am 5. November 2025 eine eindrucksvolle musikalische Begegnung mit der Geschichte.
Auf dem Programm standen Werke von Gideon Klein, Zygmunt Schul, Hans Krása, Victor Ullmann und Ilse Weber – jüdische Komponistinnen und Komponisten, die unter unmenschlichen Bedingungen in Konzentrationslagern musikalisch tätig waren. Svenja Ciliberto führte auf eindringliche Weise durch das Programm, gab Einblicke in die Lebenswege der Musikerinnen und Musiker und erläuterte die Entstehungsgeschichten ihrer Werke. Dabei wurde sehr deutlich, dass Musik von den Nationalsozialisten missbraucht wurde, um die Gefangenen in den Konzentrationslagern bis aufs Äußerste zu erniedrigen oder Lagerbesucher über die tatsächlichen Bedingungen hinweg zu täuschen. Gleichzeitig drückten die Komponistinnen und Komponisten ihren Schmerz, ihre Sehnsucht, ihre Hoffnung und ihren inneren Widerstand in ihren Werken aus.
Ein besonders ergreifender Abschluss des Konzerts war die konzertante Aufführung der Gedichtvertonung „Ich wandre durch Theresienstadt“ von Ilse Weber, die in Auschwitz ermordet wurde.














