Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 7 nach Herne Bay (UK)
Vielleicht wäre die Fahrt am Ende gar nicht so schön gewesen, wenn die Grenzbeamten uns nicht derart übergründlich abgefertigt hätten, wenn wir in der Folge nicht die Fähre verpasst hätten und nicht erst um Mitternacht Ortszeit in Herne Bay angekommen wären. Wie dem auch sei: Dass die Fahrt insgesamt ein Erfolg war, das wissen wir von sehr vielen positiven Kommentaren.
Anregungen, die Fahrt noch besser zu machen, werden wir selbstverständlich gerne für die kommenden Planungen berücksichtigen. Auffällig war der verständliche Ruf junger Menschen nach (noch?) mehr Freiheit und Freizeit.
Wer sich übrigens gefragt hat, was ETA bedeutet: Electronic Travel Authorisation, eine zwingend erforderliche elektronische Registrierung der Reisepassdaten von Menschen, die in das Vereinigte Königreich einreisen möchten, erhältlich online oder per App zum Preis von ca. 20 Euro. [Nach jüngsten Informationen wird diese elektronische Anmeldung für Schülergruppen ab 2026 entfallen – fingers crossed!]
Nun aber, weitgehend ungefiltert, für alle Interessierten ein paar Schilderungen derer, die am besten wissen müssen, wie alles war:
„Euch interessiert bestimmt, wie es so in einer Gastfamilie ist. Ich möchte euch hier ein Beispiel bringen. Als wir um 1 Uhr nachts in den Familien angekommen sind, hat der Mann (John) schon geschlafen. Die Frau, deren Name mir entfallen ist, hat uns abgeholt und uns noch Sandwiches gemacht. Das war sehr nett von ihr. Wir hatten ein eigenes Bad und das Zimmer war nicht zu klein. Zum Frühstück gab es immer getoastetes Toastbrot, Müsli und viele süße Aufstriche. Wir sind dann jeden Morgen mit der Frau zum Busbahnhof gelaufen und haben mit ihr geredet. Und abends hat sie uns dann dort abgeholt. Wir haben zum Abendessen auch leckere Sachen bekommen, z.B. Spaghetti. Wir durften auch noch auf das Trampolin und in den Garten gehen. Die Familie hatte drei Hunde und eine Katze. Das war sehr cool. Alles in allem haben wir echt Glück mit unserer Gastfamilie. Ich hoffe, dieser Einblick hat dir geholfen, es dir besser vorzustellen. Viel Spaß in England!“ (Ben)
„Für die Ausflüge haben wir Lunchpakete bekommen. Diese bestanden meistens aus zwei Brötchen mit Butter oder einem Salatblatt, einem Apfel, einem Müsliriegel, Chips in unterschiedlichen Sorten und einer Flasche Wasser. Die Brötchen waren ziemlich weich und der Müsliriegel nicht so lecker, deshalb würde ich empfehlen, entweder mehr Geld oder Essen von zu Hause mitzunehmen. Auch die Chips waren nicht immer lecker, doch da unterscheiden sich die Geschmäcker. Insgesamt waren wir zufrieden mit unserer Gastfamilie und ich hoffe, ihr werdet es auch sein.“ (Jana)
„Für das Problem mit den nicht so leckeren Broten im Lunchpaket gab es eine Lösung. ALDI und Morrison! Beide Supermärkte liegen nah am Busparkplatz und sind gut zu erreichen. Dort sind die Preise günstiger und das Angebot ist sehr vielfältig. Es war eine gute Erfahrung, dort einkaufen zu gehen, weil das Sortiment anders ist als in den deutschen Geschäften. Im Großen und Ganzen waren wir mit dem Essen in England sehr zufrieden und hatten dort eine schöne Zeit.“ (Lea und Mia)
„Die Klassenfahrt hat uns mit Dover (Fährhafen), Herne Bay, London und auch Canterbury einiges an Städten sehen lassen. Aber fangen wir mal von vorne an: Beginnend bei einem schönen Abend in Dover zwischen den Klippen startete alles so richtig. Auch bei der Ankunft in Herne Bay stieg die Aufregung, da alle auf ihre Gastfamilien gespannt waren. In Herne Bay gab es neben dem typischen englischen Leben auch den schönen kleinen Strand und die sehenswerte Promenade zu entdecken. Auf jeden Fall eine hübsche kleine Stadt, um dort zu wohnen, auch wenn man nur ein Gast ist. Dass London schön ist, haben vermutlich viele schon gehört. Mit den eigenen Augen eine solche Stadt zu sehen, zeigt, dass die Aussagen stimmen. Wie schön London tatsächlich ist, kann man erst sagen, wenn man selbst da gewesen ist. Ich kann euch sagen, dass mir von allen Sehenswürdigkeiten der Kopf qualmt. Bei der Themsefahrt wurden mehrere Highlights wie das London Eye, Tower Bridge, London Bridge, Big Ben und Westminster Abbey gezeigt. Der Buckingham Palace hat mit seinem prachtvollen Aussehen auch Eindruck hinterlassen. Definitiv zwei tolle Tage in einer tollen Stadt! Am Abreisetag war von Packstress nichts zu merken. Stattdessen konnten wir bei der Besichtigung der Kathedrale in Canterbury viel Neues sehen und lernen. Danach gab es noch einige Zeit zum Shoppen und Entdecken, denn die kleinen Straßen und Lädchen luden sehr dazu ein. Rundum waren die Städte gut ausgewählt, um einiges zu sehen.“ (Mia)
„Uns ist deutlich aufgefallen, dass der Großteil der Menschen in England viel höflicher und offener war als in Deutschland. […] Während einer Wartezeit haben wir mit zwei Londonern geredet. Sie waren sehr nett und hatten auch Spaß, sich mit uns zu unterhalten.“
„Zudem gab es überall kleine chinesische Restaurants, die traditionelles chinesisches Essen anboten. […] Alles in allem ist Chinatown einen Besuch wert und war für viele ein Highlight.“
„Am Strand in Broadstairs ist es sehr schön. Wir haben wunderschöne Muscheln und ‚Steine‘ mit Löchern in der Mitte (‚Hühnergötter‘ oder ‚Hexensteine‘, engl. adder stones oder witch stones, d. Red.) gefunden. Die liegen dort überall. Es gibt relativ saubere Toiletten, die kostenlos sind. Wenn man vom Strand Richtung Stadt schaut, hat man ein wunderschönes Bild vor Augen, eine bunte Häuserreihe vor blauem Himmel. Es gab auch einen preiswerten Kiosk mit leckeren ,Fish and Chips‘. Das Meer war sehr sauber und es wäre bestimmt schön gewesen, darin zu baden. Leider durften wir nur bis zu den Knöcheln rein.“
„Die U-Bahnen in London waren zwar manchmal etwas voll, doch hat jeder noch reingepasst und es war nicht so schlimm wie erwartet. Auch wenn es stressig war, haben sich trotzdem alle gut benommen, und niemand ist verloren gegangen. Alles in allem war es eine coole Erfahrung, aber man muss sie nicht jeden Tag machen.“
Die Fahrt nach Herne Bay soll auch im nächsten Jahr stattfinden. Der neue Jahrgang 7 darf sich freuen auf eine Fahrt, die allen durchaus einiges abverlangt, die aber auch mit vielen Eindrücken und Erfahrungen belohnt. Vielen Dank allen, die die Fahrt unterstützen und überhaupt möglich machen!















